• :::24 Jahre Nachbarschaftshaus am Lietzensee

    Wir sagen Tschüss!
    Dienstag, 12.12.2017, 17:00 Uhr 
  • :::Flohmarkt von privat an privat

    Samstag, 18.11., 14-17 Uhr,
    Anmeldung ab Dienstag, 07.11., 15:00 – 18:00 Uhr
     
  • ::: Workshop: Vorträge und Tanzen für Menschen mit Krebs

    Stiftung Perspektiven für Menschen
    Die nächsten Workshops:
    02./03.12.2017 im Nachbarschaftshaus
    Sa. 10:00-16:00Uhr
    So. 10:00-14:30Uhr

    Infos siehe Gruppen und Kurse

     
  • :::Lungensport Havelhöhe - Reha-Sportgruppen

    immer Mittwochs ab 9:30 und ab 11:00 Uhr, s. Gruppen und Kurse
     
  • :::Neu! Mantra-Singen

    Montags, 16:30-18:00 Uhr, siehe Gruppen und Kurse, Musik
     
  • :::Integrationskurse Deutsch im Nachbarschaftshaus am Lietzensee

    Sprachenzentrum Berlinek
     
  • :::Tanzen für Paare und Singles

    Standard- und Lateintänze Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene!
     
  • :::Tanzen für PatientInnen mit Krebs

    Von Walzer bis Jive – von Quickstep bis Samba…
    Mittwochs, ab 17 Uhr und ab 18:30 Uhr 
  • :::Beratung Computer und neue Medien

    Eine individuelle Beratung zu allen Fragen bzw. Problemen rund um Computer, Telefon, Handy, Smartphone, TV, Digitalkamera. Vorherige Terminvereinbarung notwendig!
     
  • ::: Café Elternzeit am Lietzensee

    Mittwochs 15:30-17:30 Uhr In Kooperation mit dem Jugendamt, Regionalteam 3 (s. "Kind & Familie")

     

Willkommen im Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V.
Stadtteilzentrum Charlottenburg-Wilmersdorf


Kontakt

Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V.
Annette Tafel
Herbartstr. 25, 14057 Berlin
Tel. 030. 30 30 65 -0 | Fax 30 30 65 -29
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Allgemeine Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10:00-18:00 Uhr, Sprechzeiten: Dienstags, 10:00-13:00 Uhr und Donnerstags, 15:00-18:00 Uhr

 

Aktuelles

November 2017

24 Jahre Nachbarschaftshaus am Lietzensee -  Wir sagen Tschüss!
Dienstag, 12.12.2017, 17:00 Uhr
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf schließt das Nachbarschaftshaus am Lietzensee zum 31.12.2017 aufgrund von Sanierungsarbeiten. Trotz des großen Protestes und Bittschreiben vieler Bürgerinnen und Bürger konnten wir die Schließung nicht abwenden!
Wir möchten uns verabschieden und laden Sie herzlich ein. Gern können Sie ein Getränk oder einen Salat spenden!  Geben Sie uns bitte einfach Bescheid. Vielen Dank!

 

Oktober 2017

Wie geht es weiter mit unserem Nachbarschaftshaus?

Aus der letzten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Arbeit am 26.10.2017:

Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
5. Wahlperiode

Ursprung:
Antrag
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Dr. Vandrey / Wapler / Kaas Elias
Antrag DS-Nr: 0449/5

Nachbarschaftshaus am Lietzensee: Angebot für alle Generationen erhalten
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert, hinsichtlich des Nachbarschaftshauses am Lietzensee
-das Nutzungskonzept zu veröffentlichen;
-eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen, um einen geeigneten Träger zu finden;
-sicherzustellen, dass das bisherige Angebot aufrecht erhalten bleibt;
-sicherzustellen, dass während der ausstehenden Sanierung für alle bisherigen Angebote Ausweichquartiere zur Verfügung gestellt werden.

Der BVV ist bis zum 30.11.2017 zu berichten.

Begründung
Der Mietvertrag mit dem bisherigen Träger läuft zu Ende Dezember 2017 aus. Die Weiterführung der Arbeit der jetzt im Nachbarschaftshaus bestehenden Angebote ist anschließend nicht gesichert. Das Bezirksamt favorisiert als neuen Träger derzeit die Wilmersdorfer Seniorenstiftung. Es ist nicht klar, ob das bisherige Angebot des Nachbarschaftshauses, das sich an alle Generationen richtet, bei Einsatz dieses Trägers in vollem Umfang weitergeführt werden kann. Laut BVV-Beschluss aus dem Jahre 2015 soll das sozio-kulturelle Angebot des Hauses, das sich an alle Generationen richtet, gesichert werden.

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/politik/bezirksverordnetenversammlung/online/to010.asp?SILFDNR=4163

In der öffentlichen BVV Sitzung am Donnerstag, 16.11.2017, 17 Uhr soll darüber abgestimmt werden!

 

Öffentliche Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Arbeit "Wie geht es weiter mit dem Nachbarschaftshaus am Lietzensee?"
Speichern Sitzungstermin: Freitag, 20.10.2017, 16:30 Uhr
Raum, Ort: BVV-Saal, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin lädt ein zur 7. Öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Arbeit

Tagesordnung
1 Bericht der Abteilung Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt
Sanierung/ Umbau der Immobilie Herbartstr. 24, 14957 Berlin  Anmerkung: richtig ist.: Herbartstr. 25, 14057 Berlin!
2 Bericht der Abteilung Soziales und Gesundheit
Konzept, soziale Nutzung der Immobilie nach Sanierung
3 Fragen zu den Berichten der Verwaltung

Siehe: https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/politik/bezirksverordnetenversammlung/online/to010.asp?SILFDNR=4153

Wie uns der Vorsitzende des Sozialausschusses Herr Norbert Wittke am 3. August mitteilte: „…Eine Sondersitzung, nur zum Nachbarschaftshaus, wird sicher mehr Klarheit/ Aufklärung bringen damit eine Entscheidung der Bezirksverordneten herbeigeführt wird.“

Es ist eine öffentliche Sitzung mit Diskussion. Setzten Sie sich für Ihr Anliegen ein, unterstützen Sie uns bitte, kommen Sie auch hinzu!

 

Unsere Hausversammlung am 4. Juli
hat Wellen geschlagen. Die über 100 Anwesenden haben eine Entschließung für den Bezirksstadtrat Carsten Engelmann formuliert und verabschiedet.

Entschließung
der Anwesenden der Hausversammlung
des Nachbarschaftshauses am Lietzensee
vom 4. Juli 2017


An das
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Herrn Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit Carsten Engelmann
„Wir, die mehr als einhundert Anwesenden der Hausversammlung des Nachbarschaftshauses am Lietzensee, fordern, dass die sozialkulturelle Arbeit des Nachbarschaftshauses am Lietzensee (NBH) während und nach Abschluss der Bauarbeiten / Sanierungsarbeiten an diesem Standort gewährleistet wird.
Wir erwarten, dass das Bezirksamt den Nutzerinnen und Nutzern des NBH für die Dauer der Baumaßnahmen ein Ausweichquartier zur Verfügung stellt – dies umfasst auch die Unterbringung des Mobiliars des NBH.
Wir erwarten ferner:
•    bis spätestens zum 31. Juli 2017 eine verbindliche Aussage über Umfang und Dauer der beabsichtigten Baumaßnahmen.
•    dass die Leitung des NBH in die Planung der Baumaßnahmen einbezogen wird.
•    dass dabei Konzepte (entwickelt und) geprüft werden, die eine anteilige Nutzung des Gebäudes während der Baumaßnahmen ermöglichen.
Diese Entschließung wurde auf der Hausversammlung des Nachbarschaftshauses  am Lietzensee  am 4. Juli 2017 gegen 20.30 Uhr einstimmig und ohne Enthaltungen gebilligt.

 

Offener Brief
Schließung des Nachbarschaftshauses am Lietzensee – der sozialkulturellen Arbeit droht die Zerstörung!


Der Eigentümer unserer Immobilie, Bezirksstadtrat Carsten Engelmann, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Abt. Soziales uns Gesundheit, kündigte an, dass das Nachbarschafshaus zum 31.12.2017 geschlossen werden soll.
Begründung: es sollen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Mittel dazu stehen jetzt zur Verfügung und müssten in 2017/2018 verwendet werden. Voraussichtlich für die Dauer eines halben Jahres soll „Baufreiheit“ herrschen. D.h., dass 65 Gruppen und Vereine sowie 15 Berater/innen und ehrenamtlich engagierte Bürger/innen und diverse Projekte ab Januar 2018 kein Quartier mehr haben und ihre Stätte für ihre soziale Arbeit, die für die Menschen in unserem Bezirk geleistet wird, verlieren!

Bezirksstadtrat Carsten Engelmann wird uns im Rahmen einer Hausversammlung am Dienstag, 04. Juli, 19 Uhr informieren, und wir möchten auch Sie hiermit herzlich einladen teilzunehmen!

Wir möchten wissen:
•    Welche Pläne hat die Bezirksverwaltung für die Nutzung der Immobilie nach Abschluss der Sanierungsarbeiten?
•    Wird der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, dass das Haus für die sozialkulturellen Angebote erhalten bleiben soll („…als ein Ort für Initiativen z.B. aus der Nachbarschaft und für verschiedene Altersgruppen…“), auch künftig weiterhin Bestand haben?
•    Wenn ja, warum bietet man unserem Verein keinen Anschlussmietvertag an?
•    Soll ein anderer Träger/Trägerverein unsere Arbeit fortführen und die Früchte der erfolgreich aufgebauten Arbeit an diesem Standort ernten? Und wenn ja, warum?
•    Warum ist eine parallele Nutzung nicht möglich? Wir fordern Klarheit und Transparenz über die Baumaßnahme!
•    Wenn, wie Herr Engelmann sagt, "Baufreiheit" notwendig ist, kann er uns ein Ausweichquartier zur Verfügung stellen, damit die wichtige sozialkulturelle Arbeit nicht gefährdet wird, Gruppen nicht auseinanderbrechen?
•    Wir möchten Gewissheit und erwarten eine verlässliche Zusage, dass alle Nutzergruppen nach den Bauarbeiten wieder in das Nachbarschaftshaus zurückkehren können.
•    Welches Konzept verfolgt Herr Engelmann für die Erhaltung der sozialen Arbeit in unserem Nachbarschaftshaus?
•    Oder soll die Immobilie für die wachsende Verwaltung des Bezirks genutzt werden, wie Herr Engelmann es andeutete?


Unser Verein Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V. betreibt das Nachbarschaftshaus am Lietzensee seit 2004 als Stadtteilzentrum, das erste und für viele Jahre einzige in unserem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Als Seniorenfreizeitstätte eröffnete der Bezirk das Haus 1969. Mit seiner nunmehr 47-jährigen Tradition als sozialer Treffpunkt und Zentrum für die Bürger/innen des Bezirkes (und darüber hinaus) wurde das Haus mit großer gemeinsamer Kraftanstrengung 1991 zu einem Haus nicht nur für Senioren sondern für verschiedene Generationen zu einem Haus für „Alt und Jung“, zu einem „Nachbarschaftshaus“ umgewandelt. 2005 wurde es als Stadtteilzentrum eröffnet, und unser Verein erhielt seitdem für seine Arbeit mit den Schwerpunkten Ehrenamtliches Engagement, Seniorenarbeit, Familienbildung, Angebote für Migrant/innen und Selbsthilfe eine Förderung in Höhe von durchschnittlich jährlich 153.656,00 € in 11 Jahren von der Berliner Senatsverwaltung.
Mitte 2015 stellte der Senat seine öffentliche Förderung für unser Stadtteilzentrum ein. Aufgrund dieser unsachgemäßen und ungerechten Entscheidung folgte eine juristische Auseinandersetzung mit dem Senat. Unser Verein gewann diesen Prozess. Trotz des gewonnen Prozesses konnte die Verwaltung dennoch die Förderung unseres Vereins einstellen!
Auch die vielen Nutzer/innen und Unterstützer/innen des Hauses bewiesen ihre Solidarität für den Erhalt des Nachbarschaftshauses und seine Weiterförderung: ein Einwohnerantrag konnte in die Bezirksverordnetenversammlung im Bezirksamt eingebracht werden. Dieser Antrag wurde aber leider abgeschmettert. Mittlerweile haben das Begehren rund 4.500 Bürger/innen unterschrieben!
Seit Mitte 2015 ist es unserem Verein gelungen, neue Kooperationen zu knüpfen und das Nachbarschaftshaus ganz aus eigener Kraft weiterhin betreiben zu können ohne die öffentlichen Kassen zu belasten!

Im April diesen Jahres informierte uns der Eigentümer unserer Immobilie, Bezirksstadtrat Carsten Engelmann, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Abt. Soziales uns Gesundheit, darüber, dass seiner Abteilung Gelder zur Verfügung stehen für die Sanierung unseres Nachbarschafshauses. Er kündigte an, dass zu diesem Zwecke unser Haus zum 31.12.2017 geschlossen werden soll! Wie das Haus nach der Sanierung genutzt werden wird, ist noch ungewiss. Unserem Trägerverein konnte bisher kein Anschlussmietvertrag über 2017 hinaus angeboten bzw. in Aussicht gestellt werden! Es wurde uns nur mitgeteilt, dass das Haus zum 31.12.2017 vollständig geräumt werden soll! Selbstverständlich hätten wir eine gemeinsame Abstimmung, eine gemeinsame Gestaltung eines Übergangs bis zum Abschluss der Bauarbeiten erwartet.
Wenn die Pläne wie angekündigt umgesetzt werden sollten, wären viele hundert Bürger/innen betroffen, die - und leider konnten wir keinen anderen Eindruck gewinnen seit der Bekanntgabe im April 2017 - ihren wichtigen sozialen Treffpunkt verlieren würden. Viele Gruppen werden möglicherweise kein neues Quartier finden und letztlich an dem „Rauswurf“ zerbrechen. Immerhin handelt es sich um rund 80 Ansprechpartner, für die wir immer zuverlässig da sind und die ihre Gruppe, Ihren Verein oder ihre Aktivität als Berater/innen oder ehrenamtlich engagiert vertreten! In 2016 zählten wir rund 7.000 Besucher/innen (Einzelzählung), mit den regelmäßigen Nutzer/innen wurde das Nachbarschaftshaus von rund 41.300 Besucher/innen und Nutzer/innen aufgesucht (Mehrfachzählung Auslastungsstatistik)!
Einem zuständigen Stadtrat für Soziales und Gesundheit kann das Schicksal der vielen Menschen doch wohl nicht gleichgültig sein, die ihren sozialen und stets zuverlässigen Treffpunkt und vertrauten Ort der Begegnung, ihre Anlaufstätte möglicherweise verlieren - und damit noch viel mehr, nämlich eine fast lebenswichtige Unterstützung durch das in vielen Jahren gewachsene Hilfenetzwerk in den Gruppen!

Nach den uns vorliegenden Informationen von fachkundigen Architekten, ist eine Raumnutzung parallel zur Sanierung durchaus möglich, vorausgesetzt der Wille sei vorhanden.
Zudem ist es für uns unverständlich, dass die Baumaßnahme uns gegenüber erst jetzt angekündigt wurde. Wir können sicherlich davon ausgehen, dass diese Mittel schon langfristiger beantragt und erwartet wurden?!
Die Durchführung der Baumaßnahmen zur Erhaltung und Instandhaltung der Immobilie ist selbstverständlich wichtig und richtig. Auf uns wirkt es bedauerlicherweise so, als ob unser Verein, der immerhin seit über 15 Jahren ein zuverlässiger Partner in Sachen sozial-kultureller Arbeit im Bezirk ist, praktisch nun durch den Eigentümer aus dem Haus getrieben werden soll! Nach den vielen Jahren der Zusammenarbeit können wir wohl eine entsprechende Sorgfalt im Umgang mit unserem Trägerverein und natürlich mit allen ansässigen Vereinen, Gruppen und ehrenamtlich engagierten Bürger/innen erwarten!

Wir sind auch sehr bekümmert darüber, dass der Bezirk einen Übergang 2017/2018 offensichtlich nicht mit uns gemeinsam gestalten möchte. Wir kennen leider die wahren Gründe dafür nicht.
Sollte die noch ausbleibende Förderung unserer Arbeit durch den Senat ein Grund sein? Unser Nachbarschaftshaus wäre nicht das einzige Haus in unserer Stadt ohne diese Unterstützung. Und schließlich zählen wohl auch noch andere Faktoren wie Zuverlässigkeit, Engagement und schließlich doch die Fakten und Ergebnisse der hoch engagiert geleisteten Arbeit in unserem Haus und unsere Arbeit für den Bezirk! Für die gute Qualität der Arbeit ist unser Verein mehrfach mit dem paritätischen Qualitätssiegel ausgezeichnet worden.
Unser Verein war stets ein zuverlässiger Träger, der sich engagiert seit 2001 für die sozial-kulturelle Arbeit, die den Bürger/innen in unserem Bezirk zugutekommt, einsetzt, kämpft und diese über viele Jahre verlässlich verteidigt, und der auch seinen mietvertraglichen Verpflichtungen sogar über die vereinbarten Maße hinaus nachgekommen ist.
Außerdem spricht der Sozialstadtrat von „Begehrlichkeiten“, die es für die Immobilie gebe. Dazu zähle auch die der Wilmersdorfer Seniorenstiftung, deren Vorstandsvorsitzender Herr Engelmann ist. Wie geht das mit dem Beschluss des Bezirksamtes vom 21. Mai 2015 zusammen, der besagt, dass das Haus für die sozial-kulturelle Angebote wie wir sie durchführen, erhalten bleiben soll? Und warum sollte ein anderer Träger gefunden werden, der die gleiche Arbeit macht wie wir? Unsere Arbeit findet sich doch in diesem Beschluss zu 100 Prozent wieder! Nur weil unser Verein zurzeit keine Förderung des Senats erhält, soll eine „Erfolgsgeschichte Nachbarschaftshaus am Lietzensee“ (Zitat der Senatsverwaltung) möglicherweise zerstört werden?
Neben den Nutzerinnen und Nutzern, den sozial aktiven Vereinen geht es auch um die Existenz unseres Vereins. Für engagierte Menschen unseres Vereins sind die im Raum stehenden Ankündigungen wie ein Schlag in die Magengrube.
Wir haben unsere Nutzerinnen und Nutzer über die Pläne informiert. Den Reaktionen zufolge wäre es für sie „eine Katastrophe“, wenn sie ihre Räume, ihren Treffpunkt und somit ein wichtigen Bestandteil ihres Lebens oder ihrer sozialen Arbeit verlieren würden!
Wir fordern darum den Eigentümer der Immobilie auf, mit unserem Verein in den Dialog zu treten, so dass die Weiterführung unserer aller Arbeit nicht weiter gefährdet wird und die extreme Belastung durch die unsichere Situation beendet wird!
Sollte es unausweichlich sein, dass, wie der Eigentümer es wünscht, Baufreiheit zu gewährleisten ist, sieht sich unser Verein in seiner Existenz gefährdet. Die Räume sind bis zum Jahresende verbindlich vergeben und ausgebucht, unser Mietvertrag läuft bis zum 31.12.2017, wie sollten wir bis dahin das Haus „räumen“? Baufreiheit ist das eine. Doch die Aufgabe eines Sozialstadtrates sollte es doch auch sein, den Bestand der sozialen Arbeit aufrecht zu erhalten und nicht zu zerstören! Wenn uns eine alternative Nutzungsmöglichkeit in Aussicht gestellt werden könnte, wäre die Situation ertragbar und auch handhabbar! Eine Möglichkeit der Lagerung unseres Inventars wäre unserer Ansicht nach auch während der Umbaumaßnahmen im Haus möglich, da nicht zur gleichen Zeit überall gearbeitet werden wird!
Wir bitten den Sozialstadtrat Herrn Carsten Engelmann uns zu unterstützen und uns in die Planungen einzubeziehen. Hilfreich wären hier Bestands- und Bauablaufpläne, Grundriss und Lageplan mit Baustellen der beauftragten Firmen, um gemeinsam mit uns und Sachverständigen zu einer für alle Seiten verträglichen Sanierungslösung zu kommen.

Unser Verein bittet auch um Unterstützung durch eine positive Stellungnahme des Soziaalstadtrats für die Senatsverwaltung, da wir wieder einen Förderantrag für unser Nachbarschaftshaus für 2018 bei der Senatsverwaltung stellen möchten. Immerhin bescheinigte uns Herr Engelmann auch in der Vergangenheit die wichtige und gute Arbeit unseres Vereins! Unser Nachbarschaftshaus ist in unserem Bezirk das einzige Haus, das die sozialkulturelle, generationenübergreifende Arbeit ursprünglich beginnend 1993 und mit der Stadtteilzentrenförderung seit 2004 erfolgreich in alter Tradition und nach den aktuell gültigen fachlichen Strukturempfehlungen für die Arbeit der Berliner Stadtteilzentren sowie nach den aktuell gültigen Qualitätskriterien für und mit den Bürger/innen des Bezirks ausrichtet u. a. mit dem folgenden Profil:
•Förderung von Nachbarschaft, Selbsthilfe, Ehrenamt sowie Unterstützung von Initiativen und Interessengruppen im Stadtteil
•Niedrigschwellige Beratung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Vermittlung zu Fachdiensten
•Familienunterstützende Aktivitäten
•Aktivitäten der Gesundheitsfürsorge und –Prävention
•Interessenbezogenen Aktivitäten zur Freizeitgestaltung unter Einbeziehung verschiedener Partner im Stadtteil
•Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit
•u.v.m.

Zusammen mit anderen Partnern haben wir unser Spektrum noch erweitert um die Flüchtlings- und Migrationsarbeit.
Offenbar war unser Erfolg vor Gericht bei Herrn Engelmann schon wieder in Vergessenheit geraten. Wir mussten darum wieder daran erinnern, dass die durch und durch schlechte Arbeitsweise der Berliner Sozialsenatsverwaltung im Vorgehen gegen unseren Verein klipp und klar und in aller Öffentlichkeit durch die Richter im Gerichtssaal als rechtswidrig festgestellt und getadelt wurde.
Es war also nichts dran an den Vorwürfen der Senatsverwaltung, die uns seit Mitte 2015 die Förderung aus geheimnisvollen Gründen entzieht!
Weil wir dann die Türen des Hauses nicht schließen wollten und um weiterhin für alle Nutzergruppen da zu sein, haben wir es in einem außerordentlichen Kraftakt geschafft, ganz ohne eine öffentliche Förderung weiter zu bestehen und zwar nicht zuletzt mithilfe vieler engagierter Bürger/innen, Nutzer/innen und ehrenamtlichen Helfer/innen, die sich mit dem Haus identifizieren und sich solidarisch zeigen!
Für die Größe des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf mit seinen 326.354 Einwohnern ist das Angebot an Stadtteilzentren bestehend aus dem
•Interkulturellen Stadtteilzentrum, Divan e.V.
•Käte-Tresenreuter-Haus, Sozialwerk Berlin e.V.
•Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord
nicht besonders üppig (allein die Personalausstattung!), geht man davon aus, dass in der Fachwelt für Nachbarschaftszentren Größenordnungen von mind. 25.000 bis max. 80.000 Einwohnern ermittelt wurden. Zumal die jeweiligen inhaltlichen Ausrichtungen der o.g. öffentlich geförderten Häuser wohl jeweils ihre Schwerpunkte haben und eher weniger das breite ganzheitliche o.g. Spektrum gemäß den Strukturempfehlungen mit ihren Angeboten abdecken!
Darum kann unser Bezirk ohne weiteres ein 4. Stadtteilzentrum oder Nachbarschaftshaus brauchen!


Annette Tafel
Für Vorstand und Geschäftsführung

 

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit - den Fortbestand, den Erhalt und die Weiterentwicklung des Nachbarschaftshauses!

Sie können Ihre Spende steuerlich geltend machen. Unser Verein Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V. ist als gemeinnütziger Verein mit der Vereinsregister-Nummer 21746 Nz beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft AG
Kontonummer:  322 15 02
BLZ: 100 205 00
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE93100205000003221502


Ihre
Annette Tafel, Geschäftsführerin



Tipp:
Sehr interessant und informativ ist die Berichterstattung von Nadia Rouhani (Bezirksverordnete) über die Politikgestaltung: "Die Sache mit den Stadtteilzentren - oder: Policy-making in Charlottenburg-Wilmersdorf“
http://nadia-rouhani.de/page/8/
http://nadia-rouhani.de/page/7/